Expertentipps für Allergiker

Viele freuen sich auf den Frühling, Heuschnupfengeplagte dagegen weniger. Es gibt aber noch zahlreiche andere Allergiearten, die unabhängig von der Jahreszeit zu gesundheitlichen Problemen führen können. Experten erklären, welche Präventions- und Behandlungsmaßnahmen helfen.

Expertentipps für Allergiker

4.3.2024 (verpd) Studien ergaben, dass mehr als jedes fünfte Kind und knapp jeder dritte Erwachsene im Laufe seines Lebens an mindestens einer Allergieerkrankung leidet. Die häufigste ist der Heuschnupfen, der durch Pollen ausgelöst wird. Aber es gibt noch zigtausend andere Stoffe, die zu einer Allergie führen können. Webportale von seriösen Institutionen erklären, die einzelnen Allergieformen und zeigen auf, welche Vorsorgemaßnahmen, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten es aktuell gibt.

Eine Allergie ist im Grunde nach eine Überreaktion des Immunsystems auf eine eigentlich harmlose, körperfremde Substanz, sogenannte Allergene.

Laut Untersuchungen des Robert Koch-Instituts erkranken über 30 Prozent der Erwachsenen und mehr als 20 Prozent der Kinder während ihres Lebens an mindestens einer Allergieform. Dabei kann eine Allergie bereits ab Geburt bestehen oder sich erst im Kindes- oder Erwachsenenalter entwickeln.

Es gibt zahlreiche Allergievarianten

Insgesamt sind nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin über 20.000 Allergene bekannt. Die häufigste Allergieform, nämlich der Heuschnupfen, wird beispielsweise durch Pflanzenpollen ausgelöst.

Weitere bekannte Allergene sind unter anderem Hausstaub, Insektengift, Tierhaare, Schimmelpilze, Pflanzen, Metalle, Nahrungsmittel, Arzneiwirkstoffe oder auch Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Genauso vielfältig wie die Allergene sind auch die Allergiearten, vom Heuschnupfen über die Arzneimittel-, Hausstaubmilben-, Insektengift-, Tierhaar– oder Nahrungsmittelallergie bis hin zur KontaktallergieLaktoseintoleranzNeurodermitisSonnenallergie und Zöliakie.

Die Symptome einer Allergie sind vielfältig und können sogar lebensbedrohlich sein. Das reicht von tränenden Augen, einer laufenden Nase und (juckenden) Hautausschlägen über Atemnot aufgrund angeschwollener Schleimhäute bis hin zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock.

Informationen zur Prävention, Diagnose und Behandlung

Es gibt diverse Diagnosemöglichkeiten, die zeigen, inwieweit ein auftretendes Symptom tatsächlich auf eine Allergie zurückzuführen ist, wie HauttestsLabortests oder sogenannte Provokationstests. Wurde eine Allergie festgestellt, gibt es je nach Variante unterschiedliche Behandlungsmethoden.

Zu den gängigsten gehört, zu versuchen, möglichst nicht mit dem Allergen in Kontakt zu kommen, also beispielsweise bestimmte Lebensmittel oder sonstige Substanzen, die die Allergie auslösen zu vermeiden. Möglich ist häufig auch eine medikamentöse Behandlung einer Allergie und/oder eine sogenannte spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt.

Des Weiteren lässt sich mit bestimmten Maßnahmen das Risiko an einer Allergie zu erkranken oder dass sich eine bestehende Allergie verschlimmert, minimieren. Welche Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmethoden es im Einzelnen gibt sowie umfassende Informationen zu bestimmten Allergieformen bieten folgende seriöse Webportale:

Gegen Heuschnupfen

Zurück zur häufigsten Allergievariante: Rund 15 Prozent der Erwachsenen leiden nach Angaben des HZM im Laufe ihres Lebens an Heuschnupfen. Um das Heuschnupfenrisiko zu minimieren, raten Gesundheitsexperten, weder aktiv zu Rauchen noch sich dem Zigarettenrauch anderer auszusetzen. Zudem sollte man versuchen, sich möglichst wenig in Umgebungen oder Räumen mit einer hohen Schadstoffbelastung in der Luft aufzuhalten.

Wer in der Stadt an einer viel befahrenen Straße wohnt, sollte nicht während der Verkehrsstoßzeiten, sondern besser morgens oder abends lüften und zudem es vermeiden, an stark frequentierten Straßen entlangzulaufen. Für Aktivitäten im Freien sollten Heuschnupfen-Betroffene die Nähe von pollenbelasteten Regionen wie blühenden Wiesen meiden.

In Zeiten mit einer hohen Pollenbelastung kann es helfen, sich nur an regnerischen Tagen draußen aufzuhalten. Laut Experten der BZgA ist auf dem Land morgens die Pollenkonzentration am höchsten; in der Stadt eher am Abend. Das gilt es beim Lüften eines Raumes bedenken. Allerdings sollte auch in dieser Zeit das Fenster nur kurz geöffnet werden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte die Fenster möglichst geschlossen halten. Für viele Pkw-Modelle gibt es Pollenfilter, zum Teil zum Nachrüsten.

Der online abrufbare Pollenkalender der Stiftung Deutscher Polleninformations-Dienst zeigt unter anderem, in welchen Regionen in Deutschland oder auch in Europa in den nächsten drei Tagen mit einer hohen Pollenbelastung zu rechnen ist. Entsprechende Informationen unter anderem für Deutschland bieten auch kostenlose Apps wie die Pollen+ des Mitherausgebers Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst und die App Husteblume der Techniker Krankenkasse.

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